Die Entwicklung in den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien schafft neue Perspektiven in der Forschung. Neuartige Technologien bringen nicht nur Arbeitserleichterungen und vereinfachen den Zugriff auf die Ressourcen, sondern sie ermöglichen auch neue Kollaborationsformen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie innovative Forschungsansätze.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat mit der Bekanntmachung vom 10.05.2011 Richtlinien zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus dem Bereich der eHumanities (enhanced Humanities – dt. auch „digitale Geisteswissenschaften“) veröffentlicht. Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, solche Forschungsprojekte in den Geistes- und qualitativen Sozialwissenschaften zu fördern, die – bei gleichberechtigter Stellung der Informatik – beispielhaft innovative Forschungsansätze in diesen Disziplinen entwickeln. Dies leisten nur Projekte, welche die jeweiligen Methoden von Fachgebiet und Informatik neuartig kombinieren. Folgende Projekte sind 2012 an den Start gegangen:
e-Humanities - zur Liste der Projekte
Drei Verbundprojekte zur Entwicklung von innovativen Forschungsinfrastrukturen für die enhanced Humanities sind bereits länger in der Förderung des BMBF. Mehr über die Projekte und über ihre Arbeit finden Sie hier:
TextGrid - Vernetzte Forschungsumgebung in den eHumanities (10 Verbundpartner, Koordinator: Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen)
Einen Überblick über Ergebnisse des Verbundprojekts vermittelt der Kurzfilm "Virtuelle Forschungswelten: Neue Technologien für die Geisteswissenschaften"
D - Spin - Schaffung einer Forschungsinfrastruktur für den integrierten Zugriff auf Sprachressourcen und sprachtechnologische Werkzeuge (4 Verbundpartner, Koordinator: Universität Tübingen)
eAQUA - Extraktion von strukturiertem Wissen aus Antiken Quellen für die Altertumswissenschaften (4 Verbundpartner, Koordinator: Universität Leipzig)
Mit den Verbundprojekten DARIAH-DE und Clarin-D beteiligt sich das BMBF zudem an den europäischen Projekten DARIAH und Clarin, bei denen es um eine nachhaltige europaweite Stärkung der Infrastrukturen in den Geisteswissenschaften geht. Der Verbund DARIAH-DE unterstützt und erweitert die Nutzung digitaler Methoden in den Geisteswissenschaften u.a. durch den Aufbau virtueller Forschungsumgebungen in den Geisteswissenschaften sowie durch die Verknüpfung vorhandener digitaler Ressourcen. Im Projektverbund Clarin-D werden linguistische Daten, Werkzeuge und Dienste in einer integrierten, interoperablen und skalierbaren Infrastruktur für die Fachdisziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften bereitgestellt.
DARIAH-DE – Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities (13 Projekte, Fördervolumen: 6 Mio €)
CLARIN-D – Common Language Resources and technology Infrastructure (9 Projekte, Fördervolumen: 9 Mio €)
[PDF - 324,5 kB]
21.02. - 31.05.2014 (URL: http://www.pt-dlr-gsk.de/_media/eHumanities_Call_II.pdf)
[PDF - 120,5 kB]
24.05. - 30.09.2011 (URL: http://www.pt-dlr-gsk.de/_media/Bekanntmachung_eHumanities_10_05__2011.pdf)
[PDF - 30,3 kB]
01.05.2012 - 29.02.2016 (URL: http://www.pt-dlr-gsk.de/_media/Bericht_UG_Innovative_Forschungsinfrastruktur.pdf)