Die geisteswissenschaftliche Exzellenz stärken

Mit den Käte Hamburger Kollegs (Internationale Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung) wurde auf Anregung des Wissenschaftsrates ein Förderformat entwickelt, das die Vorteile kooperativer und individueller Forschung in besonderer Weise verbindet. Ziele der Förderung von Käte Hamburger Kollegs sind: 

  • eine international sichtbare und wirksame Schwerpunktbildung der Geisteswissenschaften an Universitäten in Deutschland voranzutreiben und die Verbindungen zu ausländischen Forschungsschwerpunkten und Einrichtungen zu stärken;
  • durch weitgehende Freistellung von universitären Verpflichtungen herausragenden Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern Freiraum für ihre Forschungsprojekte zu gewähren;
  • mittels eines Fellow-Programms eine Lerngemeinschaft zu ermöglichen, die durch systematische Konfrontation mit anderen Wissenskulturen die eigenen, meist unhinterfragten Selbstverständlichkeiten auf den Prüfstand stellt;
  • mit den Fellows international hochrangige Fachvertreter und -vertreterinnen in die Forschungsarbeit an Universitäten in Deutschland einzubeziehen;
  • die geisteswissenschaftlichen Methoden weiterzuentwickeln;
  • die Kooperation zwischen disziplinärer und regionalspezifischer Forschung durch die Arbeit an einer gemeinsamen Problemstellung zu verbessern;
  • die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Geisteswissenschaften unter Einschluss der „kleinen“ Fächer zu erhöhen.

Insgesamt zehn Kollegs wurden 2007, 2008, 2010 und 2011 von einem international besetzten Gutachtergremium für zwei jeweils sechsjährige Förderphasen ausgewählt:


Die Geisteswissenschaftlichen Zentren sind in struktureller und organisatorischer Hinsicht ein innovatives Element in der Forschungslandschaft der Bundesrepublik Deutschland. Sie forschen projektorientiert auf höchstem Niveau zu gesellschaftlich relevanten Themen, laden passgenau zu ihren Forschungsthemen internationale Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler ein und verfolgen eine gezielte Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das BMBF fördert seit 2008 zusammen mit den Sitzländern in zwei jeweils sechsjährigen Förderphasen die drei Berliner Einrichtungen

Die Gründung geisteswissenschaftlicher Forschungszentren geht auf eine Empfehlung des Wissenschaftsrats von 2001 zurück. Nach einer Evaluierung im Jahr 2005 empfahl er nachdrücklich, fünf positiv evaluierte Einrichtungen weiter zu fördern. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) wurde, unterstützt vom BMBF, inzwischen als Mitglied in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen.


Der Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel wird seit September 2013 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zunächst auf fünf Jahre gefördert. Ausgehend von den reichen Archiv-, Bibliotheks- und Museumsbeständen der Klassik Stiftung Weimar, des Deutschen Literaturarchivs Marbach und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel widmet sich der Verbund den vielfältigen Transformationen des kulturellen Erbes vom Mittelalter bis zur Gegenwart hin. Dazu wird der Verbund die digitalen Archive, digitalen Bibliotheken und digitalen Forschungsmilieus der drei Einrichtungen miteinander verknüpfen und so der internationalen Scientific Community ein einzigartiges Arbeitsmittel anbieten. Mehr dazu unter: http://www.mww-forschung.de/

Bekanntmachungen

"Käte Hamburger Kollegs"     Bekanntmachung vom 
     07.12.2009

Dokumente

Ansprechpartner

Dr. Sabine Espenhorst
0228 3821-1595
0228 3821-1500
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