Hildesheim - Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130-1250

Dom und St. Michaelis in Hildesheim – beide Kirchen stehen seit 1985 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes – sind herausragende Zentren mittelalterlicher Kunst, Kultur und Geschichte. Ihre mittelalterliche Ausstattung – teils am Orte erhalten, teils rekonstruierbar – macht sie zu exemplarischen Gesamtkunstwerken des 10.-13. Jahrhunderts, die auch in internationalem Maßstab herausragend sind.

Ein Team aus Kunsthistoriker/innen und Historiker/innen, unterstützt von Naturwissenschaftler/innen verschiedenster Fachrichtungen geht einem ganzen Fragenkatalog nach:
• Welche künstlerischen Objekte sind zwischen der Heiligsprechung Bischof Godehards von Hildesheim (1131) und der Mitte des 13. Jahrhunderts in und für Hildesheim entstanden?
• Welche Funktionen besaßen diese Objekte bei der Neugestaltung der beiden Kirchen im Laufe des 12. Jahrhunderts?
• Welche kulturellen, geistesgeschichtlichen und theologischen Voraussetzungen lagen den neu geschaffenen Objekten zugrunde? Welche künstlerischen und technischen Verfahren wurden angewandt oder neu entwickelt?
• Woher kamen die Rohstoffe der zentralen Objekte aus Silber und Gold?
• Wie sah es in Hildesheim um diese Zeit aus? Wie entwickelten sich frühstädtische Verhältnisse und die dafür nötigen Institutionen?
• Welche Personengruppe(n) trugen die Entwicklungen? Gab es Verbindungen zwischen den geistlichen Eliten am Dom, in der Domschule, im Michaelis-Kloster und in der sich entwickelnden Stadt?

Die Teilprojekte beschäftigen sich mit diesen Fragen jeweils transdisziplinär: Fragestellungen verschiedener Geisteswissenschaften werden aufeinander bezogen und miteinander in Verbindung gebracht. Die Projektergebnisse werden in zwei öffentliche Symposien (2016 und 2017), einer Schriftenreihe, einem Abschlussband sowie Qualifikationsarbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den Teilprojekten werden Kataloge und Datenbanken entstehen, deren Gegenstandsbereiche von fotografischer Dokumentation der Kunstwerke über deren Beschreibung bis hin zu prosopographischen Materialien reichen werden. Sie werden nach Abschluss der Arbeiten der Öffentlichkeit über die Website zur Verfügung gestellt.

Objekte zum Sprechen zu bringen – Eliten zu rekonstruieren: Das sind die beiden vorrangigen Ziele dieses Projektverbundes. Hildesheims herausragende Kirchen und ihre Ausstattungen sind ihr Gegenstand.

Verbundpartner HILDESHEIM

Prof. Dr. phil. Thomas Vogtherr
(Verbundkoordinator)
Universität Osnabrück
Fachbereich 2 Kultur- und Geowissenschaften
Tel.: +49 (0)541 969 4396
E-Mail
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Prof. Dr. Gereon Beuckers
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Philosophische Fakultät, Kunsthistorisches Institut
Tel.: +49 (0)431 880 4630
E-Mail
Internet

Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kunsthistorisches Institut
Tel.: +49 (0)228 73-4781
E-Mail
Internet

PD Dr. phil. Martina Giese
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften
Tel.: +49 (0)211 81 12938
E-Mail
Internet

Prof. Dr. Michael Brandt
Bistum Hildesheim, Dom-Museum Hildesheim
Tel.: +49 (0) 5121 307761
E-Mail
Internet

Weitere Informationen

Laufzeit:

01.03.2015 bis 28.02.2018