Music migrations in the early modern age: the meeting of the European East, West and South (MusMig)

Das HERA-Verbundprojekt untersucht Migrationswege von MusikerInnen und musikalischen Artefakten im Europa der Frühen Neuzeit, um einen Einblick in musikalisch-kulturelle Begegnungen verschaffen – in räumlicher Hinsicht (Ost,- West- und Südeuropa) wie in zeitlicher Hinsicht (17. bis 18. Jahrhundert). Hierbei sollen nicht nur Komponisten, Ausführende und Autoren von musikbezogenen Schriften einbezogen werden, sondern auch andere mit Musik in Verbindung stehende Berufe.

Die zentrale These des Vorhabens lautet dabei, dass Wanderbewegungen und Migrationsprozesse von Musikern im 17. und 18. Jahrhundert wesentlich zum Kräftespiel und den Synergieeffekten auf der kulturellen Bühne Europas beitrugen, indem durch sie Neuerungen, Stilwechsel und neue Modelle musikalischen und sozialen Verhaltens vorangetrieben und die Herausbildung einer gemeinsamen kulturellen Identität Europas befördert wurden.

Erste, grundlegende Untersuchungen sollen konkrete Daten über die migrierten Musiker innerhalb einer theoretischen Konzeption liefern, die unterschiedlichste Informationen miteinander verbindet: über migrierte Musiker (Einzelne und Gruppen) und deren Reiserouten und Ziele, weltliche und geistliche Zentren mit besonderer Anziehungskraft, den kulturellen Transfer bestimmter musikalischer Formen und Stile sowie die individuellen und gesellschaftlichen Migrationsmotive (ideologisch, wirtschaftlich, politisch, etc.). Nach der kollektiven Sammlung dieser Daten werden konkrete Schilderungen und Argumente anhand ausgewählter Fallstudien diskutiert. Auf dieser Grundlage soll ein tieferes Verständnis der Beziehungen zwischen übergreifenden musikalischem Kategorien und individuellen, regionalen und nationalen Besonderheiten generiert werden.

Ziel des Projekts ist es, den wissenschaftlichen Forschungskreisen neue, bisher unbekannte, kritisch auf Relevanz überprüfte Daten und Ideen für weitere, übergreifende Studien in den Musik- und Kulturwissenschaften bereitzustellen. Dies soll mittels einer gemeinsamen Datenbank samt interaktiver Karten geschehen, die von den deutschen Projektpartnern aus Berlin und Mainz koordiniert wird. Zudem soll in unterschiedlichen Veranstaltungsformen wie einer Konzertreihe, einer Ausstellung, Tagungen und Workshops über die Forschungsergebnisse informiert werden.

Monographien, kritische Texteditionen, Beiträge in Zeitschriften und die Veröffentlichung von musikalischem Material samt einführender Analysen und zum praktischen Gebrauch runden die geplanten Darstellungen der Forschungsergebnisse ab.

Aktuelles

People, Markets, Patterns, Styles

International meeting announcement:
Music Migration in the Early Modern Age: People, Markets, Patterns, Styles

13–14 October 2014, Zagreb

Verbundpartner

Prof. Vjera Katalinic
Croatian Academy of Sciences and Arts
Odsjek za povijest hrvatske glazbe
Opatička 18
10000 Zagreb
Croatia
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Prof. Gesa zur Nieden
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
FB 07 Geschichts- und Kulturwissenschaften
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft
Abteilung Musikwissenschaft
55099 Mainz, Germany
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Dr Martin Albrecht-Hohmaier
Berlin- Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
Germany
E-Mail Website

Prof. Barbara Przybyszewska-Jarmińska
Polish Academy of Sciences
ul. Długa 26/28
00-950 Warszawa
Poland
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Prof. Alina Żórawska-Witkowska
University of Warsaw
Krakowskie Przedmieście 26/28
00-927 Warsaw, Poland
E-MailWebsite


Dr Metoda Kokole

Scientific Research Centre of the Slovenian Academy of Sciences and Arts
Institute of Musicology, ZRC SAZU
p. p. 306
SI-1001 Ljubljana, Slowenia
E-MailWebsite

Weitere Informationen

Laufzeit: 01.09.2013 - 31.08.2016

Blog: Cultural Encounters