Wege für die internationale Zusammenarbeit ebnen

Internationale Kollegs für Geistes- und Sozialwissenschaften
Ein neues Förderinstrument wird mit den Internationalen Kollegs für Geistes- und Sozialwissenschaften aufgebaut. Sie sollen die Kooperation zwischen Deutschland und Ländern in weitentfernten Regionen auch auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften stärken. Das Schwerpunktthema des Internationalen Kollegs werden die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und dem Partnerland jeweils selbst wählen. Eine erste Bekanntmachung zur Förderung eines Kollegs in einem Land der Regionen Südasien oder Südostasien (insbesondere Indien) wurde Ende 2013 veröffentlicht. Im Text der Bekanntmachung finden Sie weitere Informationen zum Förderformat.

Das deutsch-französische Netzwerk „Saisir l’Europe“
„Sozialstaat“, „Nachhaltigkeit“ und „urbane Gewalträume“ – das sind die Forschungsschwerpunkte des Netzwerks „Saisir l’Europe – Europa als Herausforderung“, das seit 2012 läuft. Ziel des Netzwerks ist es, die Kategorien, Methoden und Deutungsmuster zu reflektieren, in denen zentrale und aktuelle Probleme des Kontinents verhandelt werden, sowie die empirische Wissensbasis darüber zu erweitern. Jedes Thema wird von einer interdisziplinären und internationalen Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern aus den Geistes- und Sozialwissenschaften verfolgt. Im Netzwerk arbeiten deutsche und französische Einrichtungen zusammen: Humboldt-Universität zu Berlin, Centre Marc Bloch, Goethe-Universität Frankfurt, Institut Français d’Histoire en Allemagne, Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne, Deutsch-Historisches Institut (Paris) und Fondation de la Maison des sciences de l’homme.

Internationale "Plattformen" in den Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
Um die internationale Vernetzung von Forschungsförderern zu stärken, beteiligt sich der Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt seit Herbst 2013 an zwei neuen internationalen Netzwerken mit Indien und dem Transatlantischen Raum, sogenannten Plattformen. Beide Plattformen werden im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gefördert. Ziel der Plattformen ist die Vernetzung der Europäischen Union mit Indien und dem Transatlantischen Raum sowie die Erarbeitung von Forschungsthemen, die jeweils für beide Weltregionen relevant sind. Die Forschungsthemen sollen dann in die Gestaltung der Arbeitsprogramme in das aktuelle EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, einfließen. Mehr auf den Seiten der NKS.

HERA Humanities in the European Research Area
Den Geisteswissenschaften Raum für internationale Forschungskooperationen bieten und sie auf der europäischen Ebene fest verankern – das ist das Ziel des europäischen Netzwerks HERA Humanities in the European Research Area, an dem sich auch das BMBF beteiligt. Das Netzwerk besteht derzeit aus Forschungsförderern aus 24 Ländern, die in unterschiedlichen Konstellationen gemeinsam Forschungsprogramme entwickeln und entsprechende Bekanntmachungen veröffentlichen. Die beteiligten Länder geben ihre nationalen Gelder gemeinsam mit einem Beitrag der EU Kommission in einen Pool, aus dem dann die Verbundprojekte (Mindestteilnahmezahl drei oder vier Partnerländer) finanziert werden.

Drei Bekanntmachungen wurden bisher veröffentlicht: 2009 zu den Themen „Cultural Dynamics: Inheritance and Identity“ und „Humanities as a Source of Creativity and Innovation“ 2012 zu „Cultural Encounters“ und 2015 zu „Uses of the Past“. Die erfolgreichen 18 Verbünde aus Cultural-Encounters-Ausschreibung haben 2013 ihre Arbeit aufgenommen und beenden sie im Herbst 2016. Die 11 Projekte, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Institutionen forschen, befassen sich mit Themen kultureller Verflechtungen innerhalb und außerhalb Europas. Das Spektrum reicht von Musikerkarrieren im Barock über Kriegserfahrungen im 1. Weltkrieg bis hin zur Netzwerkanalyse indigener Völker in der Karibik und den Wegen alleinstehender Frauen in asiatischen Städten.

„Uses of the Past“ („Vergangenheitsnutzung(en)“) befasst sich mit Fragen wie „Welchen Einfluss hat unser Verständnis der Vergangenheit auf die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft?“, „Wie nutzen oder benutzen wir – als Individuen, Institutionen oder als Gesellschaften – Vergangenheit(en)?“ 18 Projekte werden nun gefördert und starten im Herbst 2016. 12 Verbünde finden mit Beteiligung aus Deutschland statt. Diese setzen Geschichte in die Kontexte Rechtsprechung, materielle Kultur und Politik und fokussieren auf Geschichtsorte wie auch Identitätsprozesse. Weitere Informationen zu den Projekten folgen im Herbst.

Die Website von HERA finden Sie hier: www.heranet.info

 

Die HERA-Verbundprojekte aus "Cultural Encounters" mit Beteiligung deutscher Forscherinnen und Forscher:

Publikationen

Broschüre "Kulturen im Dialog - Das HERA-Förderprogramm Cultural Encounters"                       [November 2016]                  [PDF - 1,67 MB]

 

Ansprechpartner

Internationale Kollegs:
Dr. Gaia diLuzio

0228 3821-1996
0228 3821-1500
E-Mail

HERA:
Christa Engel

0228 3821-1695
0228 3821-1500
E-Mail

Saisir l’Europe:
Dr. Ranjana Sarkar

0228 3821-1645
0228 3821-1500
E-Mail