Die Regionalstudien weiterentwickeln

Deutschland benötigt mehr fundiertes Wissen über andere Regionen der Welt. Durch Globalisierung und Wanderungsbewegungen werden Kenntnisse über andere Länder und Kulturen zu einer Schlüsselqualifikation im internationalen Wettbewerb. Ziel des Förderschwerpunktes „Stärkung und Weiterentwicklung der Regionalstudien (area studies)“ ist es, die in den Regionalstudien vorhandene Fernkompetenz durch neue Formen der Kooperation stärker zu bündeln, weiterzuentwickeln und zu erproben. Gleichzeitig sollen fachspezifische und interdisziplinäre Fragestellungen und die Zusammenarbeit mit den systematischen Disziplinen vorangetrieben werden. So entstehen vernetzte, interdisziplinäre Orte der Expertise in Deutschland, die nicht zuletzt durch enge Zusammenarbeit mit ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Movens in diesem geisteswissenschaftlichen Wissensfeld bilden. Die Zusammenarbeit der in Deutschland traditionell stark philologisch ausgerichteten Regionalstudien mit den systematischen Disziplinen wie Geschichts-, Politik- oder Religionswissenschaft wird intensiviert.

Gefördert werden innovative Forschungskonzepte, die in zwei Förderlinien umgesetzt werden:

a) universitätsübergreifende Kompetenznetze,
b) inneruniversitäre Strukturbildung und Vernetzung.

Das Bundesforschungsministerium fördert seit 2009/2010 sieben Kompetenznetze und drei inneruniversitäre Zentren. Mit der zweiten Runde der Bekanntmachung sind 2012/2013 sechs weitere inneruniversitäre Zentren hinzugekommen. Sie untersuchen globale Verflechtungen sowie kulturelle, politische, wirtschaftliche und religiöse Austauschprozesse. Dazu zählen beispielsweise das wirtschaftliche Engagement Chinas in Afrika oder die Rivalität der Großmächte um Einfluss im arabischen Raum. Die Projekte sind aufgefordert, innovative Methoden und neue theoretische Ansätze zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungen sind interessant für Wirtschaft, Politik und Kultur.

Die Regionalstudien sind Teil der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung. Das BMBF hat mit dieser Initiative die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu den Regionalstudien aus dem Jahr 2006 umgesetzt.

Bekanntmachungen

Dokumente

Ansprechpartner

Dr. Rolf Geserick
0228 3821-1599 0228 3821-1500 E-Mail
 
Dr. Stephanie Becker
0228 3821-1557 0228 3821-1500 E-Mail